Matratzentypen Latexmatratzen

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Latexmatratzen – Elite der Punktelastizität

Latexmatratzen sind für ihre hohe Haltbarkeit und hervorragende Punktelastizität bekannt. Es gibt sie als Naturlatexmatratzen aus Kautschuk von dem Hevea brasiliensis Baum, als synthetische Latexmatratzen auf Rohöl-Basis oder sie bestehen aus einem Gemisch beider Werkstoffe. Während der Herstellung wird mithilfe der Vulkanisation die Kautschukmasse in ihren gummiartigen Endzustand überführt. Früher stammte der Kautschuk hauptsächlich aus Brasilien. Heute gewinnen Arbeiter auf großen Kautschuk-Plantagen in Thailand, Indonesien und Malaysia den kostbaren Saft der Bäume. Naturlatex besitzt anti-bakterielle Eigenschaften und ist für das Schlafsystem von Kindern und Allergikern ideal. Da der Begriff nicht geschützt ist, gibt es zahlreiche Siegel, die auf eine Naturlatexmatratze aus 100 Prozent nachhaltigen biologischen Kautschuk hinweisen.

Herstellungsverfahren von Latexmatratzen

Auf den Plantagen gewinnen Arbeiter den Kautschuksaft, indem sie die Rinde des Baumes anschneiden. Hier fließt anschließend eine milchartige Flüssigkeit heraus, die ein am Baum angebrachtes Gefäß auffängt. In der Sprache der Ureinwohner Brasiliens, das Ursprungsland des Kautschukbaums, heißt er “weinendes Holz”. Der Saft schließt die Wunde mit einer gummiartigen Schicht. Nach 25 Jahren produziert der Baum keinen Latex mehr, sodass die Arbeiter ihn fällen. Da das Holz sehr hart ist, steigt seine Beliebtheit im Möbelbau. Mittels Polymerisation erfolgt die Herstellung von synthetischem Latex, der bis zu 60 Prozent des weltweiten Latexaufkommens ausmacht. Je höher der Naturkautschukanteil, umso besser.

Zwei Herstellungsverfahren für die Latexmatratze haben sich im Laufe der Zeit durchgesetzt. Das ist zum einen das Talalay Verfahren und zum anderen der Dunlop Prozess. Der Dunlop Prozess wurde bereits 1920 entwickelt und von dem Reifenhersteller Dunlop Pneumatic und Tyre Co. GmbH in Auftrag gegeben. Der Herstellungsprozess ist kostengünstiger als das Talalay Verfahren und die meisten Latexmatratzen sind mit dem Dunlop Prozess hergestellt.

Dunlop Prozess:

Im Dunlop Prozess wird zuerst der natürliche oder synthetische Kautschuk mit Additiven, wie Vulkanisationsbeschleuniger und Schwefel, versetzt und anschließend aufgeschäumt, fast wie beim Sahneschlagen. Dabei entsteht eine cremige Masse, die nun in eine matratzengroße Form gegeben wird. Diese ist mit Heizstiften aus Metall gespickt, die später die Belüftungskanäle für die Latexmatratze formen. Anschließend erfolgt die Vulkanisierung. Das heißt, heißer Wasserdampf erhitzt die geschlossene Form und die Heizstäbe auf eine Temperatur von 120 bis 160 Grad Celsius. Dabei verbindet sich der Schwefel mit dem Kautschuk und die Latexmatratze erhält ihre gummiartige Eigenschaften. Nach dem Abkühlen entfernen Arbeiter die Matratze aus der Form, waschen und trocknen sie. Die Latexmatratzen sind sehr atmungsaktiv, punktelastisch und besitzen ein hohes Raumgewicht. Die spezifische Anordnung der Heizstäbe schafft zudem unterschiedlich harte und weiche Zonen, für den optimalen Liegekomfort.

Talalay Verfahren:

Im 1950 entwickelten Talalay Verfahren erfolgen zusätzliche Schritte, welche die Eigenschaften des Latex verbessern und ein sehr hochwertiges Produkt schaffen. Deshalb sind Matratzen, die mit diesem Verfahren erzeugt wurden, etwas teuerer. Auch im Talalay Verfahren erfolgt die Aufschäumung des Latex und die Zugabe von Additiven. Anschließend befüllt die Maschine Alumatrizen mit der cremigen Masse, die mit Stäben gespickt ist. Nun verschließen hydraulische Pressen die Form und eine Vakuumpumpe saugt die Luft heraus. Dadurch verteilt sich der Latex optimal in sämtliche Ecken und Kanten der Aluminiumform. Zusätzlich verringern sich die Luftblasen. Nun erfolgt das Schockfrosten auf rund -30 Grad Celsius. Anschließend strömt im Vulkanisations-Schritt durch die Heizstifte ein CO2-Luft-Gemisch, das den Latex bei rund 115 Grad Celsius geliert. Nach diesem Prozessschritt entnehmen die Arbeiter die Latexmatratze aus der Form, waschen und trocknen sie. Im Vergleich zur Dunlop-Matratze weist die Talalay-Matratze eine höhere Punktelastizität auf. Zudem ist sie äußerst formstabil und besitzt eine hohe Rückstellkraft. Dadurch passt sie sich sehr schnell an veränderte Schlafpositionen an und sorgt für einen sehr gute Stützwirkung. Auch die Lebensdauer der Matratzen ist höher.

Weiteres zu den beiden Verfahren und anderen Matratzen-Typen. finden Sie hier.

Eigenschaften der Latexmatratzen

Die aufwendigen Herstellungsverfahren rentieren sich, da die Latexmatratze hervorragende Eigenschaften für einen gesunden Schlaf besitzt. Eine sehr gute bis hervorragende Punktelastizität sorgt dafür, dass der Körper nur an den notwendigen Stellen einsinkt. Dabei wirkt die Matratzenfederung progressiv und gibt erst stärker und dann schwächer nach. So wirkt die Latexmatratze auch in den Becken und Schulterregionen druckentlastend und ermöglicht besonders Seitenschläfern eine natürliche Haltung. Zusätzlich sorgen die zahlreichen Entlüftungskanäle für den Abtransport von Schweiß. Gemeinsam mit den antibakteriellen Eigenschaften von Naturkautschuk ist dieser Matratzen-Typ hervorragend für Allergiker geeignet. Zudem besitzen die Latexmatratzen ein hohes Raumgewicht und sind äußerst langlebig. Der Positionswechsel beim Schlafen geht geräuschlos vonstatten. Wenn das Lebensende der Matratze erreicht ist, kann sie einfach entsorgt und recycelt werden.

Latexmatratzen und ihre Gütesiegel

Da die Naturlatexmatratze nicht eindeutig genormt und definiert ist, schwankt der Anteil des natürlichen Kautschuks im Material. Um beim Kauf eine echte Naturlatexmatratze aus einer nachhaltigen Herstellung zu erweben, empfiehlt sich ein Blick auf die Siegel.

Fair-Trade:

Wenn die Matratze mit dem Fair-Trade-Siegel ausgestattet ist, wählen die Hersteller ausschließlich Kautschuk-Plantagen mit fairen Arbeitsbedingungen für die Arbeiter als Zulieferer aus. Dazu zählt unter anderem ein gerechter Lohn.

GOTS:

GOTS steht für Global Organic Textile Standard und setzt auf eine nachhaltige Produktion von Matratzen und Textilen. Zudem müssen die Hersteller und Verarbeiter soziale Mindestkriterien erfüllen.

QUL:

Das QUL ist das Gütesiegel des Qualitätsverbandes für umweltverträgliche Latexmatratzen e. V. und zeigt an, dass die Matratze aus 100 Prozent Naturlatex besteht. Dies bezieht sich auf den Kautschuk-Anteil, der bei diesen Matratzen mindestens 95 Prozent ausmacht. Die Additive, welche im Herstellungsprozess hinzugefügt werden, dürfen einen Anteil von fünf Prozent nicht überschreiten.

Schadstoffstempel:

Der Schadstoffstempel ist ein Gütesiegel des Herstellers Dormiente. Die hauseigenen Matratzen werden dabei auf die eingesetzten Rohstoffe hin untersucht. Sie sind frei von Schadstoffen.

KbA:

Das Prädikat kontrollierter biologischer Anbau weist nach, dass auf den Plantagen keine umweltschädlichen Chemikalien und Substanzen eingesetzt werden.


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